Mit Wirkung zum 2. April wurde berufen:
Gareth Lubbe _Professor (W3) für Viola
Prof. Lubbe (37), geb. in Johannesburg, Südafrika, erhielt seine erste musikalische Ausbildung am Klavier und an der Geige im Alter von vier Jahren. Nur fünf Jahre später gab er in Johannesburg als Geiger sein Debut mit Orchester, es folgten zahlreiche Preise bei regionalen und nationalen Wettbewerben. Er konzertierte ebenso als Pianist mit dem Radiosymphonieorchester von Südafrika und dirigierte das Johannesburg Symphonieorchester.
Von 1995 bis 2001 folgten ein Violinstudium an der Musikhochschule Köln und Kammermusikstudien beim Alban Berg Quartett. Nach dem Diplom schloss er ein Violastudium bei Barbara Westphal an der Musikhochschule Lübeck an.
2006 und 2007 war Gareth Lubbe Solobratscher in der Königlich Flämischen Philharmonie in Antwerpen unter Phillippe Herreweghe bevor er nach Leipzig ging wo er als Solobratscher im Gewandhausorchester und als Dozent im Hauptfach Viola an der Musikhochschule tätig war.
Lubbe gastiert solistisch und als Kammermusiker weltweit. Er folgte Einladungen des Mahler Chamber Orchestra als Solobratscher, mit dem er unter Dirigenten wie Claudio Abbado und Daniel Harding regelmäßig konzertierte. Darüber hinaus ergaben sich vor allem auf dem Gebiet der Kammermusik immer wieder neue Kontakte zu PartnerInnen wie Claudio Bohorquez, Daishin Kashimoto, Alexander Lonquich, Fazil Say, Adrian Brendel und Baiba Skride.
Seit 1996 pflegt Gareth Lubbe eine intensive Zusammenarbeit mit dem neuseeländischen Multiinstrumentalisten und Komponisten Hayden Chisholm, mit dem er seitdem in zahlreichen Teilen der Welt aufgetreten ist. Es folgten Kompositionsaufträge des Deutschen Schauspielhauses Hamburg sowie Arbeiten mit der Künstlerin Rebecca Horn. Lubbe war auch Mitglied im Ensemble „Gelber Klang", bekannt in Europa für die Interpretation zeitgenössischer Werke und für Improvisationsworkshops mit jungen MusikerInnen.
Als gefeierter Obertonsänger tritt Gareth Lubbe weltweit auf und leitet Workshops. Im Jahr 2005 folgte er der Einladung des Goethe Instituts zu einem Auftritt beim ethnischen Festival in den Altay Bergen Süd-Sibiriens, wo diese Art der polyphonen Vokaltechnik ein lebendiges Element der Volksmusik ist.
Mit Wirkung zum 5. Juni wurde berufen:
Laura Vukobratović _Professorin (W3) für Trompete
Prof. Vukobratović (42), geb. in Novi Sad, Jugoslawien (heute Serbien), studierte Trompete an der Musikhochschule in Novi Sad. Daran schlossen sich ein künstlerisches Aufbaustudium, sowie das Konzertexamen 2001 an der Musikhochschule in Karlsruhe an. Laura Vukobratović wurde bereits mit 18 Jahren Solotrompeterin am Serbischen Nationaltheater in Novi Sad und erhielt 1994 an der dortigen Musikhochschule eine Dozentenstelle.
Seither ist sie eine vielgefragte Solistin und ihre Engagements führten sie durch ganz Europa bis nach Südamerika. Dabei arbeitete sie u.a. mit dem Kölner Kammerorchester, der Philharmonie Baden-Baden, dem SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern, dem NDR Sinfonieorchester Hamburg, dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Bach Collegium München. Dabei spielte sie unter dem Dirigat von Christoph Eschenbach, Kent Nagano, Stefan Soltesz, Michael Gielen, Philippe Herreweghe, Claudio Abbado und vielen mehr.
Seit 2003 ist Vukobratović Solotrompeterin am Nationaltheater Mannheim und begann 2005 als Dozentin an der Hochschule für Musik Karlsruhe. Neben ihrer regen Konzerttätigkeit als Solistin widmet sie sich besonders der Kammermusik, was u.a. zur Zusammenarbeit mit dem Freiburger Barockorchester, dem Linos-Ensemble, dem Luzern Brass und hr-brass führte. Ihr Repertoire reicht von der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts bis zur Moderne. Ihre jüngste Einspielung mit Bachs 2. Brandenburgischem Konzert auf der Naturtrompete erscheint in Kürze bei Sony.
Mit Erreichen der Altersgrenze scheiden zwei langjährige und verdiente Lehrende aus dem Dienst der Folkwang Universität der Künste aus:
Prof. Ulrich Beckerhoff schied bereits zum 28. Februar 2013 aus. Er hatte am 1. Oktober 1988 als Lehrbeauftragter für Trompete begonnen, war ab 1990 nebenberuflicher Professor für das Fach „Jazz-Trompete und Ensembleleitung“ und hatte ab 1. April 1991 eine C3 Professur Trompete inne.
Ana-Otilia Rachmuth schied zum 31. März 2013 aus. Sie war seit 1. April 1977 Künstlerische Lehrkraft (VGO III) für das Fach Klavier und wird Folkwang noch als Dozentin erhalten bleiben.
Groß / 13. Juni 2013