Bald ist es wieder soweit! Das Winterprojekt der Studiengänge B.Mus. Gesang | Musiktheater und M.Mus. Voice Perfomance steht vor der Tür.
Dieses Jahr wird eines der wohl bekanntesten Werke der Operngeschichte zur Aufführung gebracht: Le nozze di Figaro von W. A. Mozart.
Unter der Regie von Georg Rootering und der musikalischen Leitung von Prof. Xaver Poncette, hatten die Studierenden der Folkwang Universität der Künste in einer mehrwöchigen Probenphase die Möglichkeit, eine ganze Oper szenisch und unter professionellen Bedingungen zu erarbeiten. Die Aufführungen der diesjährigen Oper werden jeweils am 8., 10., 12. und 14. Dezember 2016 stattfinden.
Von nun an werden wir bis zum letzten Vorstellungstag täglich ein Interview mit einer der Darstellerinnen oder einem der Darsteller veröffentlichen, um zu erfahren, wie sie den Probenprozess und das Einstudieren einer kompletten Partie empfunden haben und welche Herausforderung solch ein Projekt mit sich bringt.
Z: Prof. Rachel Robins
Z: Der Graf ist ein Idiot. Er ist jung, reich und egoistisch. Er ist jemand, der eine Lektion in Sachen Treue braucht.
Z: Zunächst übersetze ich mir alles ins Mazedonische, damit ich auch wirklich alles verstehe. Dann lese ich zwischen den Zeilen und überlege mir, was der Graf sich dabei denkt. Ich versuche mich in ihn einzuleben. Ich schaue mir dann auch Filme und Bücher an, um Inspirationen für die Rolle des Grafen zu bekommen. Was den Gesang angeht, setze ich mich ans Klavier, spiele die Partitur und arbeite daran, dass jeder Ton und jeder Vokal passt. Meine Professorin hilft dabei natürlich auch sehr viel, genauso wie auch der Dirigent und Korrepetitor.
Z: Die ganze Rolle ist eine Herausforderung. Die Rolle der Grafen ist nicht konstant; er ändert ständig seine Meinung. Er denkt mal so und handelt dann aber anders. Das zu spielen ist nicht leicht. Auch musikalisch gibt es viele Herausforderungen - einige Arien haben es in sich.
Z: Ich glaube, das ist jetzt meine vierte oder fünfte Rolle. Ich bin sehr zufrieden. Nicht nur mit meiner Rolle, sondern auch mit der Arbeit des Regisseurs. Er hilft mir dabei, dass ich in meine Rolle als Graf hineinwachse.
Z: Wie gesagt, ich bewundere die Arbeit des Regisseurs. Seine Ideen und vor allem seine positive Energie wirken sich auf alle aus. Ich bin mir sicher, dass es eine wunderbare Produktion wird.
Z: Ich werde auf jeden Fall aufgeregt sein. Mein Herz wird wie wild schlagen! Das ist aber normal bei einer Produktion auf so einem Niveau. Was den Tag an sich angeht: Ich hab da kein Ritual. Ich glaube, ich werde in Ruhe eine Tasse Kaffee trinken, mich gut einsingen und schauen, dass ich vorbereitet bin.
Z: (lacht) absolut gar nichts! Das macht es, glaube ich, so schwierig ihn zu spielen.
Neugierig auf mehr? Insgesamt 16 DarstellerInnen stellen wir in unseren Interviews zur FOLKWANG Oper vor. Alle bereits veröffentlichten Beiträge findet ihr auch unter #folkwangoper auf Facebook.
Ein Beitrag im Rahmen des Projekts „Folkwang StudiScouts“.
Foto: privat
Dragan Milicevic / 25. November 2016